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Geht Samsung mit Galaxy bald seinen eigenen Weg?


Von Rainer am 15. April 2013 zu Android, Galaxy, Google, Kindle, Motorola, Samsung

Die Neuvorstellung des Galaxy 4 zeigt wieder einmal, in welche Richtung Samsung bei seinen Android-Geräten geht. Wie einige andere Hersteller auch, versucht sich das Unternehmen durch die Anpassung der Benutzeroberfläche zu differenzieren. Die im Februar geäußerte Befürchtung von Google, dass Samsung irgendwann einmal zur Bedrohung werden könnte, ist ja genau genommen nicht weit hergeholt: Samsung besitzt aktuell (je nach Marktforscher) einen Marktanteil im Smartphone-Markt von über 50 Prozent und baut fleißig an einer Infrastruktur als Alternative zu den Google-Diensten. Recht weit fortgeschritten ist Samsung Apps, ein vorinstallierter App-Store, der es mit dem Google Play Store aufnimmt, aber auch eine Datensicherung auf Samsung-Servern ist bereits vorhanden.

Google sitzt deshalb in der Zwickmühle, denn einerseits versucht man, die divergierenden Android-Anpassungen der Hersteller wieder in den Zaum zu bekommen, andererseits können die Hersteller bei zuviel Druck durch Google einfach einen sogenannten Fork durchführen. Ein erfolgreiches Beispiel dafür ist Amazon mit den Kindle-Fire-Modellen, die auf Android basieren, aber ansonsten nicht auf Google-Dienste angewiesen sind. Verzichtet allerdings Google auf Druck, würden sich die Benutzeroberflächen weiter auseinander entwickeln und noch mehr Apps aus dem Play Store nur auf bestimmten Geräten funktionieren.

Samsung muss natürlich vorsichtig vorgehen, wenn es seinen eigenen Weg gehen will, denn derzeit können die Handys der Koreaner nicht auf die Google-Anbindung verzichten. Ein radikaler Schnitt hin zu den eigenen Diensten würde die eigenen Kunden verschrecken. Interessant ist auch die Frage, ob Samsung nicht irgendwann einmal über den eigenen Erfolg stolpert, denn abgesehen von der mitgelieferten Software enttäuscht unter anderem das Galaxy S4 mit seinem minderwertigen Gehäuse. Die Idee, ein Mittelklasse-Handy als "Galaxy S3 Mini" zu verkaufen, halte ich ebenfalls für gefährlich, zumal es an Motorola erinnert, deren Handys vor 2-3 Jahren plötzlich alle in "Razr" umbenannt wurden, obwohl sie mit dem ursprünglichen Razr-Konzept (leistungsfähige Handys im dünnen Metalgehäuse) nichts mehr zu tun hatten.

Weiterführende Links:
CNet
Engadget

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Microsoft und Google gehen aufs Tablet


Von Rainer am 08. August 2012 zu Amazon, Android, Apple, Asus, Google, iPhone, Kindle, Microsoft, Nokia, Samsung, Telekom, Windows-Phone

Für Verwunderung dürfte bei manchem die Ankündigung gesorgt haben, dass Google künftig ein Tablet verkauft. Das von Asus produzierte Nexus-Tablet glänzt mit eher durchschnittlichen Leistungsdaten wie einem 7-Zoll-Display mit 1280x800 Pixeln Auflösung und einer Frontkamera. Als Zielgruppe dürfte Google wohl vor allem auf Privatanwender zielen, die zuhause Medien konsumieren möchten, da nur WLAN, aber kein Mobilfunk-Internet vorhanden ist. Dafür ist der Preis von 199 US-Dollar für die 16 GB-Version sehr günstig. Das Nexus-Tablet füllt eine Lücke im Tablet-Bereich, denn bisher bedienen Tablet-Hersteller wie Samsung und Asus nur den mittleren bis gehobenen Preisbereich. Wer dagegen ein günstiges Tablet haben will, greift aktuell zum Kindle Fire, das der Online-Händler Amazon in den USA für 199 US-Dollar verkauft. Beim Amazon Kindle Fire verdient allerdings Google nichts mit, weil für das darauf installierte Android keine Lizenzgebühren an Google fällig werden und Amazon ausschließlich seine eigenen Medien, insbesondere Ebooks, dafür verkauft. Da die Hardware-Hersteller keine Anstalten machten, selbst günstige Android-Tablets anzubieten, ist nun Google in die Bresche gesprungen.

Microsoft hat eine eigene Tablet-Produktlinie mit 10,6 Zoll-Display und dem kommenden Windows 8 vorgestellt, wobei selbst die wichtigsten Hardware-Partner erst wenige Stunden vor der ersten öffentlichen Präsentation über das Produkt informiert wurden. Hintergrund dürften Verstimmungen zwischen Microsoft und den Hardware-Partnern sein, insbesondere mit HP, dessen Windows 7-Tablet "Slate" teilweise auch wegen der langsamen Hardware kein Erfolg beschieden war. HP wollte seinerzeit kein Risiko eingehen und griff deshalb zu günstigen Hardwarekomponenten, für die das Windows-Betriebssystem nicht ausgelegt war. Mit einem hauseigenen Tablet wie dem "Surface" ist dagegen Microsoft nicht auf zaudernde Hardware-Partner angewiesen, sondern kann selbst die Hardware optimieren.

Als Nebenschauplatz kämpft Microsoft auch im Handy-Markt um Erfolge, denn nach und nach ersetzen, beziehungsweise ergänzen die Nutzer Ihren PC/Notebook mit leistungsfähigen Handys. Die klassischen Windows-PCs werden also an Bedeutung verlieren. Gerade hier hat Microsoft einen wunden Punkt, denn das hauseigene Windows Phone wird von den potenziellen Käufern verschmäht, obwohl Tester immer wieder die einfache Bedienung und die preiswerte Hardware loben. Vielleicht spielt hier auch eine Rolle, dass der Software-Riese den Windows-Phones erst nach und nach wichtige Funktionen, angefangen von Copy-und-Paste bis hin zu Multitasking für Drittanwendungen spendiert hat. Windows Phone ist wie das Apple iPhone als geschlossenes System konzipiert, das heißt, man hat keinen Speicherkartensteckplatz, kann Software nur aus dem Online-Shop von Microsoft installieren und Dateien nur mit einer extra Windows-Software auf das Gerät kopieren.

Als richtiges Kommunikationsdisaster hat sich dann die Einführung von Windows Phone 8.0 entpuppt, von dem es erst hieß, es würde auch für bereits verkaufte Windows Phone-Handys nachgereicht, bis schließlich herauskam, dass es nur neue Geräte unterstützt. Deshalb wird auch die Telekom in Deutschland auf den Verkauf des Nokia Lumia 900 verzichten.

Editorialer Hinweis: Wegen des anstehenden Gesetzes "Leistungsschutzrecht für Presseverleger", das Verlegern die Möglichkeit gibt, auch für Zitate und Verlinkungen im Internet Geld zu verlangen, werden wir bis auf Weiteres nicht mehr auf deutsche Nachrichten-Websites verlinken.

Weiterführende Links:
Asymco
Google Nexus 7
Yahoo

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Google geht den iPhone-Weg und Microsoft stolpert über sich selber


Von Rainer am 18. Mai 2012 zu Amazon, Android, Google, HTC, Kindle, Microsoft, Motorola, Nokia, Samsung, Symbian

Für die Handy-Hersteller zeigt sich jetzt, dass es von großem Nachteil ist, kein selbstentwickeltes Betriebssystem in den eigenen Geräten einzusetzen. Bei Microsoft Phone und Google Android ziehen nämlich genau genommen Microsoft, beziehungsweise Google, die Gerätehersteller mit einem Strick um den Hals durch die Gegend. Und die Richtung stimmt nicht unbedingt mit von Samsung, HTC und Co. erwarteten überein.

Für Google kommt es vor allem darauf an, dass die Anwender über die Android-Anwendungen Mail, Kalender, Play Store und neuerdings Google+ an sich zu binden und somit genau kennenzulernen. Daraus ergibt sich dann die Möglichkeit, dem Nutzer optimierte Werbung vorzusetzen. Außerdem entwickelt sich Android immer mehr zum Onlinekaufhaus, wie die Umbenennung von Android Market in Google Play Store zeigt, in dem inzwischen neben Apps auch Musik, Ebooks und bald Videos verkauft werden. Android ist kostenlos und lizenzfrei für die Hersteller zu haben, die das im Quellcode vorliegende Betriebssystem theoretisch nach Beliebigen anpassen und erweitern können. In der Praxis sorgt der Suchmaschinenriese mit den Lizenzbedingungen für die Google-Anwendungen Mail, Kalender, Maps und Play Store dafür, dass die Hersteller bestimmte Spielregeln, zum Beispiel beim Design der Benutzeroberfläche einhalten.

Microsofts Strategie mit Windows Phone scheint vor allem darauf abzuzielen, Android in Schach zu halten. Dazu dient auch die Integration von Xbox-Spielekonsole, Windows-PC und Windows Phone. Nebenbei ist das umfangreiche Microsoft-Patentportfolio sehr nützlich - Hersteller wie HTC und Samsung zahlen inzwischen fleißig für jedes verkaufte Android-Gerät eine Pauschale die zwischen 5 bis 15 US-Dollar liegen soll (Quelle (Man muss Microsofts Angaben allerdings mit sehr großer Vorsicht genießen, da das Unternehmen verschweigt, wie genau die Lizenzverträge ausgestaltet sind, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass ein großer Teil der Lizenzgebühren wiederum beim Hersteller landet, der sich dafür bereit erklärt, Windows Phone-Geräte in den Markt zu werfen). Als gebranntes Kind - Microsoft hat seit 1996 schon mehrmals mit Mobilbetriebssystemen Schiffbruch erlitten - versucht man es seit der Einführung von Windows Phone mit einer restriktiven Strategie, welche die Hard- und Software auf allen Handys vereinheitlicht. Externe Speicherkarten nutzen? Fehlanzeige! Handy als USB-Stick nutzen? Fehlanzeige! Beliebige Apps von Drittanbietern installieren? Fehlanzeige, Installation geht nur vom Microsoft-Marktplatz. Freeware für Windows Phone? Kaum realisierbar, da die Installation ja nur vom Microsoft-Marktplatz möglich ist, für den Microsoft von jedem Entwickler mindestens 99 US-Dollar pro Jahr kassiert. Weitere Pannen: Wichtige Funktionen wie Cut&Paste wurden erst nach einiger Zeit von Microsoft eingebaut, die Markteinführung des Hoffnungsträgers Nokia Lumia 900 geriet in den USA außerden wegen eines Softwarefehlers zum PR-Fiasko und Microsoft will offenbar das Update von Windows Phone 7.5 auf Windows Phone 8 nur Neugeräten angedeihen lassen. Auf den Käuferstreik reagieren die Hersteller mit stark reduzierten Gerätepreisen, was die Motivation, weitere Modelle mit Windows Phone auf den Markt zu bringen, stark reduziert. Man fragt sich deshalb wirklich, welche Hirnies diesen Unsinn zu verantworten haben! Schade jedenfalls um Nokia, von denen ich wirklich gute Handy-Hardware kennengelernt habe (aktuell nutze ist das N8 mit SymbianOS als Haupthandy).

Google hat dagegen an anderen Fronten zu kämpfen: Inspiriert durch Patentklagen von Microsoft wurde Motorola mit seinem riesigen Patentportfolio übernommen, was von Motorolas Konkurrenten mit Argwohn betrachtet wird. Zwar verspricht man "Brandmauern" zwischen Google und Motorola, sodass Motorola nicht zu sehr von der Nähe zum Suchmaschinenriesen profitiert, wie die Praxis aussieht, wird sich aber noch zeigen. Aktuell überlegt Google wohl, ob nicht die Apple-Route genommen werden soll, was Hard- und Software aus einer Hand - von Google - bedeuten würde (Quelle). Verschiedene Handy-Hersteller sind deshalb schon dabei, Android zu "forken", das heißt, ein eigenes Betriebssystem auf Android-Basis, aber komplett ohne Google-Anwendungen, zu entwickeln. Wie so etwas aussehen könnte, hat ja Amazon schon mit dem (in Deutschland noch nicht erhältlichen) Ebook-Lesegerät Kindle Fire gezeigt, dem man die Android-Verwandschaft kaum ansieht. Eins wird aber auf jeden Fall kommen: Android-Nutzer und Softwareentwickler dürfen sich über steigende Inkompatibilitäten bei Soft- und Hardware ärgern.

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Amazon rekrutiert Kindle-Entwickler


Von Rainer am 08. März 2010 zu Amazon, Java, Kindle

Bild PIC-1047 hochgeladen von Rainer am 08.02.2010 10:11 Der Ankündigung, externe Entwickler für den Ebook-Reader Kindle zu akzeptieren, hat Amazon nun Taten folgen lassen: Auf der Amazon-Website kann man sich nun als Entwickler bewerben. Das Kindle-SDK basiert auf Java und enthält auch einen Kindle-Emulator. Aus Hardwaregründen dürfte es aber kaum möglich sein, schnelle Spiele oder ähnliches zu programmieren, da das E-Ink-Display sehr lange für den Bildschirmaufbau benötigt. Zudem hat Amazon bisher nicht die Kindle-Verkaufszahlen veröffentlicht, sodass man als Entwickler kaum einschätzen kann, ob sich der ganze Aufwand auch lohnt.

Weiterführende Links:
Amazon SDK

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