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Compaq C-Serie 2010C

Hersteller Compaq 
Bezeichnung C-Serie 2010C 
Produktgruppe Windows CE Palmtop 
Baugleich zu  
Betriebssystem Windows CE 2.0 
Display Touchdisplay, 6,2 Zoll 
256
RAM 20 MB, max. 32 MB 
ROM 16 MB 
CPU Mips R4000  / 75 MHz
Batterietyp Li-Ion-Akkus  
Batterie Betriebsdauer  
Gewicht 546 g (mit Akkus)  
Abmessungen 183 x 40 x 98  
Bedienelemente
  • Mikrofon und Lautsprecher in Gehäuse integriert (Voice-Memo)
  • Voice-Recorder-Taste (Voice-Memo), bei geschlossenem Deckel bedienbar
  • Knopf zum Auschalten eines Alarms
  • LED für Ladezustandsanzeige
  • LED für Alarm
  • Ein/Ausschalter
  • Taste für Hintergrundbeleuchtung
  • eingebautes 33,6 Kbps-Softmodem
 
Bedienung    
Schnittstellen
  • IrDA Infrarot-Port mit 115 Kbps
  • serielle Schnittstelle (115 Kbps)
  • PC-Card-Slot Typ II
  • Anschluß für Telefonkabel (Western-Buchse)
 
Lieferumfang
  • serielles PC-Anschlußkabel (9-polig, 2,11 m)
  • deutschsprachige Anleitung von Compaq
  • Windows CE Bedienhandbuch von Microsoft (91 Seiten)
  • CD-ROM mit Windows CE-Dienste für den PC
  • CD-ROM mit Outlook 98
  • kurze Installationsanleitung
  • Li-Ion Akkus, Knopfzelle
  • Netzadapter
  • Dockingstation
 
Software in ROM
  • PC Card Backup V2.0 (Compaq)
  • PC Card Restore V2.0 (Compaq)
  • Pocket BizCalc 4.0.03 (Finanzwirtschaftl. Rechner, Odyssey Computing)
  • QuickNotes 2.51 Lite (Notizen, CIC)
  • Speller (Rechtschreibprüfung, CIC)
  • Compaq Sprach-Memo
 
Software auf CD
  • Compaq Dictionary Synchronizer (Abgleich Winword Wörterbuch mit Pocket Word)
  • Compaq Internet Favorites Synchronizer V1.05 (Abgleich Interet Explorer Bookmarks mit Pocket Explorer)
  • Compaq Internet Setup-Programm (Konfiguration der WinCE-DFÜ- Konfiguration)
  • Compaq Pocket Asset Management
  • Corporate Connection (Kit zum Entwickeln von Anwendungen, mit dem von Windows CE-Geräten auf Desktop-PC-Datenbanken zugegriffen werden kann. Von River Run Software)
  • IntelliMigrate 2.1 (Datenkonvertierung von diversen PDAs nach Windows CE, darunter PalmPilot, Casio SF-, NX-, CSF-Serie, HP 100/200LX, Psion 3-3c, Psion Siena, Sharp ZR, IQ, ZQ. Von Puma Technology)
  • InSync! 1.0 (Synchronisation von Kontakten, Aufgaben- und Terminen mit Lotus Notes, Lotus Organizer, Microsoft Schedule+ und Outlook. Von River Run Software)
  • Mail on the Run! (Senden und Empfangen von E-Mails mit angehängten Dateien. Von River Run Software)
  • Compaq Carbon Copy (Fernzugriff auf Desktop-PCs oder NT-Server, enthält die passende Windows-Host-Software. Von Microcom)
  • BFax Express (Faxversand, von Bsquare)
 
Sync-Software Windows CE Services  
Optionales Zubehör Stifte (3er Pack) Kfz-Adapter NIMH-Akkus 10 MB Flash RAM PC-Card Dockingstation Tragetaschen Auto-Sync-Kabel Corporate Flash-RAM VGA PC-Card externes Akku Pack  
Garantie 12 Monate  
VK Euro 1909,-  
VK Dollar  
Markteinführung 06/1998  
Anmerkung Hinweis: Es soll auch ein 2015C-Modell geben, das sich durch zusätzliche Software vom 2010C unterscheidet.

Der Compaq 2010c ist derzeit zusammen mit dem 2015c das Highend-Modell in Compaqs Handheld-Produktpalette. Auf dem ersten Blick ähnelt der Rechner allerdings eher einem aufgedunsenen Ziegelstein, als einem leistungsfähigem Highend-Palmtop.

Die Software
Zum Einsatz kommt in unserem Testgerät Windows CE 2.0. In den USA vertreibt der Hersteller aber bereits ein 109 Dollar teures Upgrade auf die 2.11er-Version. Weil wir schon an anderer Stelle über CE 2.0 berichtet haben (siehe Sharp HC-4600), gehen wir hier nur auf die extra mitgelieferte Software ein.

Auffallend sind die vielen beiligenden Programme, die im Zusammenhang mit dem unternehmensweiten Datenaustausch zu sehen sind. So steht mit Corporate Connection eine Entwicklungsumgebung zur Verfügung, mit der Windows CE-Anwendungen zum Zugriff auf Desktop-PC-Datenbanken erstellt werden. Für den Remote-Zugriff auf NT Server beziehungsweise Windows 95/98-Rechner wird die Pocket-Version des legendären Carbon Copy mitgeliefert. Die Schwäche von Windows CE, daß nur Daten mit Outlook und Schedule+ synchronisiert werden können, wird wiederum durch InSync ausgebügelt, welches die Datenformate von Lotus Notes und Lotus Organizer unterstützt. Es versteht sich von selbst, daß natürlich mit bFax Express auch ein Faxprogramm mitgeliefert wird.

Fazit: Die Softwareausstattung des 2010c läßt alle bisher von uns getesteten WinCE-Handhelds meilenweit hinter sich und dürfte für viele Käufer den Erwerb weiterer Software überfüssig machen.

Die Hardware
Der 2010c macht einen etwas billigen Eindruck, was nicht nur am gewöhnungsdürften Design liegt, sondern auch an den runden Tasten des Keyboards, die noch dazu über keinen vernünftigen Druckpunkt verfügen. Störend ist zudem, daß einige wichtige Tasten wie die Hochstelltaste zu klein geraten sind und das Tippen zum Blindflug machen. Funktionstasten sucht man auch vergeblich, denn diese werden über gleichzeitiges Drücken von Fn- und einer Taste von 2 bis 0 simuliert. Mit der Qualität des gut entspiegelten Farb-Displays sind wir dagegen sehr zufrieden. Über eine zusätzliche Taste läßt sich die Hintergrundbleuchtung reduzieren, um Strom zu sparen. Leider ist sie vertieft ins Gehäuse eingelassen und daher schlecht zu erreichen. Gleiches gilt übrigens auch für die Alarm-Ausschalttaste und den Knopf für die Aufnahme von Voice-Memos am vorderen Geräterand. Der Deckel des Compaq 2010c wird über einen simplen Mechanismus geöffnet, läßt sich aber nur widerwillig bewegen und kann wegen der Delle im Deckel nicht um 180 Grad aufgeklappt werden. Das ist aber nicht weiter tragisch, da die meisten Anwender den Rechner mit angewinkelten Display nutzen werden. Trotz der vorstehenden Stehfüße kippelt der Rechner bei Stiftbedienung auf dem Touchdisplay etwas nach hinten.

Gleich beim Aufklappen des Compaq fällt eine Klappe links oberhalb der Tastatur ins Auge, hinter der sich der Anschluß für das integrierte 33,6 Kbps-Faxmodem verbirgt. Ein passender Western-Modularstecker lag unserem Gerät nicht bei und mußte von uns selber zusammengebastelt werden. Während das Faxen mit bFax Express erstaunlich gut funktionierte, bekamen wir bis zum Testende keine Verbindung ins Internet zustande.

Batterielebensdauer
Bei unserem Standardtest (ausgeschaltete Tonwiedergabe, Simulation von Tasteneingaben in Pocket Word) reichten die Akkus des 2010c für rund 2 Stunden Betrieb. Danach schaltete der Rechner die Displaybeleuchtung herunter und arbeitete noch für rund eine halbe Stunde, in der mit Warnmeldungen auf den Ladezustand der Akkus hingewiesen wurde.

Fazit
Bis auf die unergonomische Tastatur und den schlecht erreichbaren Bedientasten für Hintergrundbeleuchtung, Alarm und Voice-Memo hat uns der Compaq 2010c gut gefallen. Einen guten Teil trägt dazu das gute Display, das integrierte 33,6 Kbs-Modem und die hervorragende Softwareausstattung bei, welche konsequent auf den Unternehmenseinsatz ausgerichtet ist. Dafür ist aber auch das Gewicht über einem halben Kilo gewissermaßen konkurrenzlos...

Vorteile
gute Verarbeitung des Geräts
Schnittstellenabdeckungen gegen Verlorengehen gesichert
durchdachte Synchronisationssoftware
sehr gutes Display
vergleichsweise schnell
eingebauter Lautsprecher mit sehr guter Qualität
sehr gute Aufnahmequalität der Compaq Voice-Memo-Software
Dockingstation für Schnellanschluß an serielle Schnittstelle und Stromversorgung
viel Arbeitsspeicher
beiliegende Software deckt alle wichtigen Gebiete der untenehmensweiten Datenkommunikation ab
integriertes Modem

Nachteile
offenliegende serielle Schnittstelle
geringe Akkulebensdauer
kein Mikrofon- und Kopfhöreranschluß
Deckel schwergängig
unergonomische Tastatur mit zu kleinen Tasten
Tasten für Alarm, Voice-Memo und Hintergrundbleuchtung sehr schlecht erreichbar
relativ hohes Gewicht
 
Eingestellt  

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